Impressionen aus unseren Archiven

Das Magazin "Schlaglichter" greift Themen aus der Heimatgeschichte auf. Die Resonanz auf diese neue Form der Information über das Geschehen früherer Zeiten ist sehr groß. Das erste Heft über die Geschichte der Zigarrenherstellung in Würselen ist bereits vergriffen, von der zweiten Ausgabe gibt es nur noch Restexemplare. Das neue Heft erzählt die Geschichte von Brauereien und Brennereien, die es in den vormaligen Gemeinden Bardenberg, Broich, Weiden und Würselen gab...


Dazu gibt es viele Bilder, Zeitungsausschnitte, Archivauszüge und auch eine kurze Erläuterung über den Vorgang des Brennens. Ein zweiter Artikel erläutert den Ortsnamen von der ersten Erwähnung als „Wormsalt“ bis zur heutigen Form “Würselen“. Neu aufgenommen ist eine Rubrik „Wussten Sie schon…“, in der es diesmal überraschende Informationen gibt zum früheren Kinobesuch, zur ersten elektrischen Beleuchtung der Solvaywerke und zu Fahrgastzahlen am Bahnhof Aachen Nord, dem Bahnhof, der die Züge aus Würselen empfing.

Das Heft ist 24 Seiten stark und wird an diesem Abend an die Besucher kostenlos verteilt. Bei der großen Nachfrage und der begrenzten Auflage also eine gute Gelegenheit, sich ein Exemplar zu sichern.

Herausgeber sind die Kulturstiftung Würselen und das Kulturarchiv der Stadt, die Redaktion hatte der neugegründete Arbeitskreis „Geschichtswerkstatt“, dem zunächst (in alphabetischer Reihenfolge) Günter Breuer, Achim Großmann, Dr. Franz Kerff, Heinz Josef Küppers, Norbert Lynen und Gerhard Welper angehören. In jedem Jahr sollen ein bis zwei neue Hefte entstehen. So wird die Geschichte der Stadt lebendig bleiben und sicher viele Menschen für die Historie ihrer Heimat begeistern.

Wir präsentieren das neue Heft am 18. November 2016 um 18 Uhr im Kulturzentrum Altes Rathaus, Kaiserstr. 36, 52146 Würselen. An dem Abend werden auch weitere Themen der Heimatgeschichte zur Sprache kommen. Sie sind herzlich eingeladen.


Das Heft können Sie ab dem 21.11.2016 hier erhalten:

  • Sparkassen in Bardenberg, Broichweiden und Würselen
  • VR Banken in Bardenberg, Broichweiden und Würselen (Morlaixplatz)
  • Provinzial-Versicherung Harren-Poque, Kaiserstr. 40
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Kaiserstr. 25 - 27
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Dorfstr. 2 a, Bardenberg
  • Buchhandlung Schillings, Kaiserstr. 78
  • Stadtbücherei Würselen, Kaiserstr. 36
  • Kulturarchiv Würselen, Kaiserstr. 36
  • Rathaus Infothek Morlaixplatz
  • Kunstakademie Würselen, Klosterstr. 7
  • Rechtsanwalt Maubach, Kaiserstr. 80

 

       

Viele Würselener hatten sich damit abgefunden, dass Haus Kaisersruh dem unaufhaltsamen Verfall preisgegeben war. Diesmal bliebi es nicht bei folgenlosen Ankündigungen eines Investors, diesmal wird gebaut: In Kaisersersruh gehen die Arbeiten zügig voran. Ein neues Buch (leider nur in englischer Sprache) erzählt die Geschichte der Tochter des Chauffeurs des Hauses Kaisersruh...


Ältere Mitbürger können sich noch gut an die Zeit erinnern, als dieses Herrenhaus zu den prächtigsten Gebäuden in Würselen gehörte

Einen kurzen Abriß der jüngeren Geschichte finden Sie » HIER.

Im Zuge der Recherchen zum Haus Kaisersruh knüpfte Ingrid Dixon, eine Dame aus England, Kontakte zum Leiter des Kulturarchivs Heinz Josef Küppers. In diesen Tagen ist nunmehr von Ingrid Dixon ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel "The Bride's Trunk - A Story of War and Reconciliation - " erschienen.

In einfühlsamen Worten schildert die Autorin die Lebensgeschichte ihrer Vorfahren, beginnend mit den Großeltern, der Familie Rössler. Großvater Rössler war der Chauffeur von Georg Nellessen. Eingebettet in das politische und gesellschaftliche Geschehen beschreibt die Autorin den Lebensweg der einzelnen Familienmitglieder. Sie bezieht den Leser ein in das dramatische Geschehen der Bombenangriffe, der Evakuierung und der Rückkehr in die Heimat.

Zu erfahren sind weitgehend unbekannte Fakten zum Bezug des Hauses Kaisersruh durch englische Soldaten nach Beendigung der Kampfhandlungen im hiesigen Raum. Zunächst wohnt auch die Familie Rössler gemeinsam mit den Soldaten im Herrenhaus. Es bleibt nicht aus, dass es zu Kontakten kommt. Schließlich verliebt sich der englische Soldat Jim McCormack in Minny Rössler. Da diese seine Liebe erwiedert, möchten beide eine Bindung eingehen. Doch dies ist nicht so einfach. Es gilt, zahlreiche administrative Widerstände zu überwinden. Schließlich heiraten beide im Dezember 1946 in Liverpool. 1951 wird die Tochter Ingrid geboren. Heute noch lebt Minny McCormack geborene Rössler hochbetagt in ihrem neuen Heimatland.

Das vorgenannte Buch kann jedem Geschichtsfreund unserer Region wärmstens empfohlen werden.

Der Mord an Rosa Schillings 09/2016 : Neues

Gabriele Lübke hat in einer bemerkenswerten Veranstaltung im Alten Rathaus vom Schicksal ihrer Großmutter Rosa Schillings, geb. Droste (18.3.1899) erzählt, die in der Kaiserstraße 9 in Würselen groß wurde. Sie wurde von den Nationalsozialisten am 2. Mai 1941 in Hadamar ermordet, ein Verbrechen begangen in Zuge der sogenannten „Euthanasie“...


Zum Schicksal von Rosa Schillings gibt es einen kurzen » Film.

Rosa Schillings heiratete 1925 den Bardenberger Ingenieur Jean Schillings und wurde Mutter von zwei Kindern. Dann trafen sie harte Schicksalsschläge. Ihr Mann wurde an seinem Arbeitsplatz in Borneo ermordet. Später starb ihre Tochter an Malaria. Rosa fiel aus dem Leben und wurde depressiv. Nach mehreren Jahren der Behandlung - sie sprach selbst davon, „Versuchskarnikel“ zu sein - wurde sie von den Nationalsozialisten in Hadamar ermordet.

Zur Erinnerungskultur der Menschen einer Stadt gehört auch, an solche Schicksale zu erinnern.

Monatsthema: Mundart 08/2016 : Neues

Noch lebt sie, unsere heimische Mundart, OS PLATT. Von den einen wird sie herablassend belächelt, von den anderen als Muttersprache heiß geliebt. Wer diese Sprache gleichsam mit der Muttermilch aufgesogen hat, den lässt sie ein ganzes Leben nicht mehr los.Zu diesem Thema hat Heinz Josef Küppers sein neues Monatsthema gestaltet...


In loser Folge werden wir fortan Texte von Mundartschriftstellern aus unserer Stadt und der Region veröffentlichen. Beginnen möchten wir mit dem Würselener Heimatlied des unvergessenen Friedel Schwartz:

Würselener Heimatlied Text und Musik: Friedel Schwartz

1. Strophe:

Kenns du ming Stadt, die lang vör os der Wormsaal wod jenannt; wo Rümer boete en Stroeß, en och at Lehm jebrannt. Wo spieder dann Zalmuenes kom, os Hölp on Säje braht; du spuket at en osse Turm der Düvel Daach en Naaht:

Refrain: Dat es mie Wösch'le, wie vör dusend Johre, dat es mie Wösch'le, Düvelstadt jenannt; hej ben ich heem, hej ben ich doch jeboore; hej lieret mich de Mamm et Loofe an de Hank.

Sen ganzen Artikel zur Mundart können » HIER lesen.