Impressionen aus unseren Archiven

Monatsthema: Mundart 08/2016 : Neues

Noch lebt sie, unsere heimische Mundart, OS PLATT. Von den einen wird sie herablassend belächelt, von den anderen als Muttersprache heiß geliebt. Wer diese Sprache gleichsam mit der Muttermilch aufgesogen hat, den lässt sie ein ganzes Leben nicht mehr los.Zu diesem Thema hat Heinz Josef Küppers sein neues Monatsthema gestaltet...


In loser Folge werden wir fortan Texte von Mundartschriftstellern aus unserer Stadt und der Region veröffentlichen. Beginnen möchten wir mit dem Würselener Heimatlied des unvergessenen Friedel Schwartz:

Würselener Heimatlied Text und Musik: Friedel Schwartz

1. Strophe:

Kenns du ming Stadt, die lang vör os der Wormsaal wod jenannt; wo Rümer boete en Stroeß, en och at Lehm jebrannt. Wo spieder dann Zalmuenes kom, os Hölp on Säje braht; du spuket at en osse Turm der Düvel Daach en Naaht:

Refrain: Dat es mie Wösch'le, wie vör dusend Johre, dat es mie Wösch'le, Düvelstadt jenannt; hej ben ich heem, hej ben ich doch jeboore; hej lieret mich de Mamm et Loofe an de Hank.

Sen ganzen Artikel zur Mundart können » HIER lesen.

Schlaglichter Heft 2 07/2016 : Neues

 

Das zweite Heft "Schlaglichter" liegt vor. Auf 28 Seiten finden Sie weitere „Geschichten und Geschichte aus Bardenberg, Broichweiden und Würselen“. Sie dachten, Kalkberge gäbe es nur rechts und links der Elchenrather Straße? Sie wussten nicht, dass wir zwischendurch mal „Franzosen“ waren und es in Würselen auch Waffenschmieden gab? Sie wollen mehr wissen über die Lebensumstände in früheren Zeiten?...


Die Antworten finden Sie im neuen Heft.

Die Kulturstiftung Würselen und das Kulturarchiv der Stadt haben ihre Kräfte gebündelt und einen Arbeitskreis „Geschichtswerkstatt“ ins Leben gerufen, dem zunächst (in alphabetischer Reihenfolge) Günter Breuer, Achim Großmann, Dr. Franz Kerff, Heinz Josef Küppers, Norbert Lynen und Gerhard Welper angehören.

Alle haben bereits publiziert und einige sind Autoren von Artikeln dieser Ausgabe. Das Spannende an unserer Arbeit war, dass wir uns austauschen konnten, so dass die Autoren Anregungen und Informationen von den jeweils anderen bekamen.

Das Heft können Sie hier erhalten:

  • Sparkassen in Bardenberg, Broichweiden und Würselen
  • VR Banken in Bardenberg, Broichweiden und Würselen (Morlaixplatz)
  • Provinzial-Versicherung Harren-Poque, Kaiserstr. 40
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Kaiserstr. 25 - 27
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Dorfstr. 2 a, Bardenberg
  • Buchhandlung Schillings, Kaiserstr. 78
  • Stadtbücherei Würselen, Kaiserstr. 36
  • Kulturarchiv Würselen, Kaiserstr. 36
  • Rathaus Infothek Morlaixplatz
  • Kunstakademie Würselen, Klosterstr. 7
  • Rechtsanwalt Maubach, Kaiserstr. 80

 

Dokumente aus Chile 06/2016 : Neues

 

Die Familie Leopold und Selma Rosenthal und ihre beiden Kinder Sofia und Alexander gehörten zu den jüdischen Würselener Familien, die die Stadt aus Angst vor den Nazis verließen und emigrierten. Selma Rosenthal, geborene Voss kam am 2. September 1886 in Bissen zur Welt und heiratete 1917 den aus Dortmund stammenden Metzger und Viehhändler Leopold Rosenthal (geb. am 20.9.1889)...

 


 Nur wenig später, am 6. Juli 1917 kam mit Sofia ihr erstes Kind zur Welt, am 22. April 1920 folgte mit Alexander das zweite Kind. Leopold Rosenthal hatte seinen Metzgerladen in der Klosterstr. 2. Den Laden hatte vorher Gottschalk Voss, der Vater von Selma, der 1916 mit 66 Jahren starb. Wahrscheinlich hat Leopold Rosenthal zu diesem Zeitpunkt bei Gottschalk Voss gearbeitet und dort Selma kennengelernt.

Die Familie muss sich 1935 dazu entschieden haben, Würselen zu verlassen. Auch Freunde hatten ihnen dazu geraten, weil der nationalsozialistische Hass und die Hetze gegen die Deutschen jüdischen Glaubens immer stärker wurde.

Im Nationalarchiv Chiles in Santiago hat die Chilenin Ana Calero für das Kulturarchiv Würselen nach dieser Familie recherchiert und über 130 Dokumente gefunden, u.a. den Reisepass von Selma Rosenthal, den die Stadt Würselen am ausgestellt hatte. Die Einträge im Pass belegen die Stationen der Flucht. Auch Selmas Schwester Bertha Voss floh mit nach Chile.

 

     

Der Reisepass wurde am 31.10.1935 ausgestellt. Der Stempel der Gemeinde Valkenbrug in den Niederlanden trägt das Datim 9.11.1935. In Maastricht wurde beim belgischen Konsulat ein Visum erteilt (9.6.1936), die Ankunft in Herbesthal in Belgien ist am  16.6.1936 dokumentiert, der Grenzübertritt nach Frankreich war am 12. Oktober 1936. In Paris erteilte der chilenische Konsul am 29.10.1936 ein Visum für Chile, am 6. November 1936 fand die Einschiffung in La Rochelle an der französischen Altlantikküste statt und am 28.November 1936  kam das Schiff in Santiago de Chile an, wo die Familie chilenischen Boden betrat.

Dort baute sich Leopold Rosenthal erneut eine Existenz als Metzger auf, der Laden befand sich in Santiago in der Avenida Irarrazaval 222.

Fotos aus Morsbach 04/2016 : Neues

Drei alte Fotos hat uns Michael Bülles zugeschickt. Hier stellen wir ein Foto vor. Die beiden anderen Fotos finden Sie, wenn Sie auf den "Menupunkt" Pinnwand klicken. Das hier gezeigte Foto ist am 13. November 1932 entstanden anläßlich eines Bezirkspokalspieles von Sparta Würselen gegen Alemannia Aachen, das die Alemannia vor 2.500 Zuschauern 6: 2 gewann. Stehend die Alemannia, knieend die Sparta...


Zwei Spieler sind mit dem Namen zuzuordnen:

Stehend der vierte Spieler von links (nimmt man die Betreuer dazu, der sechste von links) ist Reinhold Münzenberg, der 41. fache Nationalspieler der Alemannia, der auch 8-mal Kapitän der Nationalmannschaft war.

Kniiend der zweite Spieler von rechts ist Johann "Schäng" Bülles.

Es gibt zu diesem Spiel noch Mannschaftsaufstellungen - im Internet nachzulesen:

Die Spieler von Sparta waren vermutlich: Hövelmann - Dassen, Beckers - Schaffrath, Klever, Vonken - Wirtz, Leuchter, Bülles, Reul, Jansen. Die Namen sind aber nicht in dieser Reihenfolge dem Bild zuzuordnen, es ist die Mannschaftsaufstellung.

Die Aufstellung der Alemannia lautete: Zolper - Gummer, Baake ? - Wicke ?, Münzenberg, Franken - Nießen, J. Schnitzler, Benner, Strater ?, Stephan ?.

Wer kann diese Namen den Spielern im Bild zuordnen? Wer kann uns bei der Identifzierung weiterhelfen?

Nachricht bitte an info@kulturarchiv-wuerselen.de