Impressionen aus unseren Archiven

Kulturarchiv zeigt Präsenz 02/2017 : Neues

Das Kulturarchiv zeigt sich 2017 wieder bei zwei besucherstarken Events. Am 18. März 2017 ist das Kulturarchiv wieder mit einem eigenen Stand bei der Bücherbörse im Alten Rathaus vertreten, am 23. April dann beim 2. Euregionalen Geschichtsmarkt in Rolduc...


Bei der Bücherbörse machen am Stand des Kulturarchivs im Saal auf der 1. Etage weitere Kooperationsparnter mit, so die Kulturstiftung Würselen, der Geschichtskreis St. Sebastian, der Würselener Heimatverein und der Heimat- und Geschicktsverein Euchen. Termin: 18.3.2017, Kulturzentrum Altes Rathaus, Kaiserstr. 36, 52146 Würselen, geöffnet von 10 - 16 Uhr. Ausrichter: Zeitungsverlag Aachen und Kuklturbüro der Stadt Würselen

Der 2. Euregionale Geschichtsmarkt findet am 23. April 2017 statt. Das Kulturarchiv ist vertreten auf einem gemeinsamen Stand mit dem Geschichtskreis St. Sebastian und wird unterstützt von der Kulturstiftung Würselen mit der gemeinsamen Geschichtswerkstatt. Termin: 23. 4. 2017, Abtei Rolduc, Heyendallaan 82, NL - 6464 Kerkrade, geöffnet von 11:00 - 17:00 Uhr. Ausrichter: Geschichtsverein Baesweiler e. V. und die Stichting Eurode.

"Reisen bildet" 01/2017 : Neues

Wer kennt nicht den Spruch "Reisen bildet" oder "Reisen erweitert den Horizont". Reisen im Sinne von Urlaub machen war bis vor etwa 60 oder 70 Jahren für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ein Fremdwort. Reisen vor über hundert Jahren waren außergewöhnlich. In einem kleinen, unscheinbaren Heft, das sich im Kulturarchiv befindet, hat die Lehrerin Becks aus Würselen die Stationen einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Freizeit-Pilgerreise nach Lourdes aufgezeichnet...


Die Reise ging von Würselen über Trier und Saarbrücken nach Straßburg, von dort nach Paris, dann weiter nach Lourdes. Zurück ging es über Marseille, Lyon, Nancy und dann wieder über Straßburg nach Würselen zurück. Heinz Josef Küppers hat Ausschnitte aus diesem Reisbericht und andere "Leckerbissen" zum Thema Reisen vor hundert Jahren in seinem neuen » Thema des Monats zusammengestellt.

Das Magazin "Schlaglichter" greift Themen aus der Heimatgeschichte auf. Die Resonanz auf diese neue Form der Information über das Geschehen früherer Zeiten ist sehr groß. Das erste Heft über die Geschichte der Zigarrenherstellung in Würselen ist bereits vergriffen, von der zweiten Ausgabe gibt es nur noch Restexemplare. Das neue Heft erzählt die Geschichte von Brauereien und Brennereien, die es in den vormaligen Gemeinden Bardenberg, Broich, Weiden und Würselen gab...


Dazu gibt es viele Bilder, Zeitungsausschnitte, Archivauszüge und auch eine kurze Erläuterung über den Vorgang des Brennens. Ein zweiter Artikel erläutert den Ortsnamen von der ersten Erwähnung als „Wormsalt“ bis zur heutigen Form “Würselen“. Neu aufgenommen ist eine Rubrik „Wussten Sie schon…“, in der es diesmal überraschende Informationen gibt zum früheren Kinobesuch, zur ersten elektrischen Beleuchtung der Solvaywerke und zu Fahrgastzahlen am Bahnhof Aachen Nord, dem Bahnhof, der die Züge aus Würselen empfing.

Das Heft ist 24 Seiten stark und wird an diesem Abend an die Besucher kostenlos verteilt. Bei der großen Nachfrage und der begrenzten Auflage also eine gute Gelegenheit, sich ein Exemplar zu sichern.

Herausgeber sind die Kulturstiftung Würselen und das Kulturarchiv der Stadt, die Redaktion hatte der neugegründete Arbeitskreis „Geschichtswerkstatt“, dem zunächst (in alphabetischer Reihenfolge) Günter Breuer, Achim Großmann, Dr. Franz Kerff, Heinz Josef Küppers, Norbert Lynen und Gerhard Welper angehören. In jedem Jahr sollen ein bis zwei neue Hefte entstehen. So wird die Geschichte der Stadt lebendig bleiben und sicher viele Menschen für die Historie ihrer Heimat begeistern.

Wir präsentieren das neue Heft am 18. November 2016 um 18 Uhr im Kulturzentrum Altes Rathaus, Kaiserstr. 36, 52146 Würselen. An dem Abend werden auch weitere Themen der Heimatgeschichte zur Sprache kommen. Sie sind herzlich eingeladen.


Das Heft können Sie ab dem 21.11.2016 hier erhalten:

  • Sparkassen in Bardenberg, Broichweiden und Würselen
  • VR Banken in Bardenberg, Broichweiden und Würselen (Morlaixplatz)
  • Provinzial-Versicherung Harren-Poque, Kaiserstr. 40
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Kaiserstr. 25 - 27
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Dorfstr. 2 a, Bardenberg
  • Buchhandlung Schillings, Kaiserstr. 78
  • Stadtbücherei Würselen, Kaiserstr. 36
  • Kulturarchiv Würselen, Kaiserstr. 36
  • Rathaus Infothek Morlaixplatz
  • Kunstakademie Würselen, Klosterstr. 7
  • Rechtsanwalt Maubach, Kaiserstr. 80

 

       

Viele Würselener hatten sich damit abgefunden, dass Haus Kaisersruh dem unaufhaltsamen Verfall preisgegeben war. Diesmal bliebi es nicht bei folgenlosen Ankündigungen eines Investors, diesmal wird gebaut: In Kaisersersruh gehen die Arbeiten zügig voran. Ein neues Buch (leider nur in englischer Sprache) erzählt die Geschichte der Tochter des Chauffeurs des Hauses Kaisersruh...


Ältere Mitbürger können sich noch gut an die Zeit erinnern, als dieses Herrenhaus zu den prächtigsten Gebäuden in Würselen gehörte

Einen kurzen Abriß der jüngeren Geschichte finden Sie » HIER.

Im Zuge der Recherchen zum Haus Kaisersruh knüpfte Ingrid Dixon, eine Dame aus England, Kontakte zum Leiter des Kulturarchivs Heinz Josef Küppers. In diesen Tagen ist nunmehr von Ingrid Dixon ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel "The Bride's Trunk - A Story of War and Reconciliation - " erschienen.

In einfühlsamen Worten schildert die Autorin die Lebensgeschichte ihrer Vorfahren, beginnend mit den Großeltern, der Familie Rössler. Großvater Rössler war der Chauffeur von Georg Nellessen. Eingebettet in das politische und gesellschaftliche Geschehen beschreibt die Autorin den Lebensweg der einzelnen Familienmitglieder. Sie bezieht den Leser ein in das dramatische Geschehen der Bombenangriffe, der Evakuierung und der Rückkehr in die Heimat.

Zu erfahren sind weitgehend unbekannte Fakten zum Bezug des Hauses Kaisersruh durch englische Soldaten nach Beendigung der Kampfhandlungen im hiesigen Raum. Zunächst wohnt auch die Familie Rössler gemeinsam mit den Soldaten im Herrenhaus. Es bleibt nicht aus, dass es zu Kontakten kommt. Schließlich verliebt sich der englische Soldat Jim McCormack in Minny Rössler. Da diese seine Liebe erwiedert, möchten beide eine Bindung eingehen. Doch dies ist nicht so einfach. Es gilt, zahlreiche administrative Widerstände zu überwinden. Schließlich heiraten beide im Dezember 1946 in Liverpool. 1951 wird die Tochter Ingrid geboren. Heute noch lebt Minny McCormack geborene Rössler hochbetagt in ihrem neuen Heimatland.

Das vorgenannte Buch kann jedem Geschichtsfreund unserer Region wärmstens empfohlen werden.