Impressionen aus unseren Archiven

Das bei einem Rangiermanöver beschädigte Hochkreuz auf dem Morsbacher Friedhof wird von dem bekannten Kohlscheider Bildhauer Cornel Bücken und dessen Sohn Sven restauriert. Auch das Wegekreuz, das an der Neuhauserstraße an dem Haus Ecke Klosterstraße stand, muss restauriert werden...

 


1.Hochkreuz auf dem Morsbacher Kommunalfriedhof

Die Arbeiten werden nach Angabe des Bildhauers bis gegen Ostern diesen Jahres dauern, dann kann das Kreuz wieder auf den angestammten Platz auf dem städtischen Friedhof zurückkehren. Das Kreuz selber datiert aus dem Jahr 1879 und wurde bei dem Rangierunfall schwer beschädigt. Aus vier unterschiedlichen Teilen setzt sich das Hochkreuz zusammen, das durch Cornel und Sven Bücken nach denkmalhistorischen Gesichtspunkten und Arbeitsweisen nun wiederhergestellt wird. Der untere Sockel besteht aus einem hiesigen Blaustein. Er hatte nur geringe Schäden abbekommen; dennoch fanden sich an ihm erhebliche Verwitterungserscheinungen, die jetzt auch behoben werden. Der darüber liegende Steinquader wurde aus einem französischen Kalkstein hergestellt. Die ausgebrochenen Stücke werden nun fachmännisch ersetzt. Bei diesen Vierungen wird das gleiche Baumaterial verwendet. Die darüber befindlichen Materialien bestehen aus Savonnieres. Insgesamt ist das Kreuz etwa fünf Meter hoch. Bedauerlicherweise wurde der auf dem Kreuz angebrachte Korpus komplett zerstört. Die Friedhofsverwaltung ist derzeit auf der Suche nach einem geeigneten neuen Korpus und wendet sich hiermit an die Bevölkerung. Sollte jemand über einen entsprechend geeigneten Korpus verfügen und diesen für das Morsbacher Hochkreuz zur Verfügung stellen, kann man sich mit der Friedhofsverwaltung unter der Telefonnummer 02405/41331-68 in Verbindung setzen. Pressestelle der Stadt Würselen – Bernd Schaffrath (Text Pressestelle Würselen)

2. Wegekreuz an der Neuhauserstraße

Im März 2014 wurde die Demontage, Einlagerung, Restaurierung und der anschließende Wiederaufbau des Wegekreuzes im Benehmen mit dem Amt für Denkmalschutz im Rheinland beim LVR genehmigt. Erforderlich wurde der Abbau durch eine beantragte Baumaßnahme mit vorherigem Abriss des ehemaligen Gebäudes, vor dessen Hauswand das Wegekreuz aufgestellt war. Der Abbau und die Lagerung des Kreuzes erfolgte durch einen sachkundigen Steinmetz. Beim Abbau wurde festgestellt, dass das Kreuz nicht auf einem Blausteinsockel, sondern auf einem Betonsockel befestigt war, welcher beim Abbau aufgrund einer Vorschädigung beim Abbau zerbrochen ist. Zwischenzeitlich hat sich ebenfalls herausgestellt, dass das gusseiserne Kreuz aufgrund vorheriger nicht fachmännisch ausgeführter Streicharbeiten unter den Farbschichten zu rosten beginnt und hier eventuell ebenfalls Restaurierungsarbeiten anfallen werden. Die erforderlichen Arbeiten an Kreuz und Sockel und der neue Aufstellort am neu errichteten Gebäude müssen durch den zuständigen Fachdienst Gebäudemanagement (für den Eigentümer Stadt Würselen) beschrieben und mit der Unteren Denkmalbehörde im Benehmen mit dem LVR abgestimmt werden. Ein Wiederaufstellen des Wegekreuzes wird insofern erst nach Abstimmung und Durchführung der o.a. Maßnahmen möglich sein. (Text Bauverwaltung/Denkmalschutz der Stadt Würselen)

Kulturarchiv zeigt Präsenz 02/2017 : Neues

Das Kulturarchiv zeigt sich 2017 wieder bei zwei besucherstarken Events. Am 18. März 2017 war das Kulturarchiv wieder mit einem eigenen Stand bei der Bücherbörse im Alten Rathaus vertreten. Viele Besucher kauften diverse Angebote und kamen mit uns und den Vertretern der Heimatvereine in Kontakt. Am 23. April treffen wir uns dann beim 2. Euregionalen Geschichtsmarkt in Rolduc...


Bei der Bücherbörse machten am Stand des Kulturarchivs im Saal auf der 1. Etage weitere Kooperationsparnter mit, so die Kulturstiftung Würselen, der Geschichtskreis St. Sebastian, der Würselener Heimatverein und der Heimat- und Geschicktsverein Euchen.

Der 2. Euregionale Geschichtsmarkt findet am 23. April 2017 statt. Das Kulturarchiv ist vertreten auf einem gemeinsamen Stand mit dem Geschichtskreis St. Sebastian und wird unterstützt von der Kulturstiftung Würselen mit der gemeinsamen Geschichtswerkstatt. Termin: 23. 4. 2017, Abtei Rolduc, Heyendallaan 82, NL - 6464 Kerkrade, geöffnet von 11:00 - 17:00 Uhr. Ausrichter: Geschichtsverein Baesweiler e. V. und die Stichting Eurode.

"Reisen bildet" 01/2017 : Neues

Wer kennt nicht den Spruch "Reisen bildet" oder "Reisen erweitert den Horizont". Reisen im Sinne von Urlaub machen war bis vor etwa 60 oder 70 Jahren für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ein Fremdwort. Reisen vor über hundert Jahren waren außergewöhnlich. In einem kleinen, unscheinbaren Heft, das sich im Kulturarchiv befindet, hat die Lehrerin Becks aus Würselen die Stationen einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Freizeit-Pilgerreise nach Lourdes aufgezeichnet...


Die Reise ging von Würselen über Trier und Saarbrücken nach Straßburg, von dort nach Paris, dann weiter nach Lourdes. Zurück ging es über Marseille, Lyon, Nancy und dann wieder über Straßburg nach Würselen zurück. Heinz Josef Küppers hat Ausschnitte aus diesem Reisbericht und andere "Leckerbissen" zum Thema Reisen vor hundert Jahren in seinem neuen » Thema des Monats zusammengestellt.

Das Magazin "Schlaglichter" greift Themen aus der Heimatgeschichte auf. Die Resonanz auf diese neue Form der Information über das Geschehen früherer Zeiten ist sehr groß. Das erste Heft über die Geschichte der Zigarrenherstellung in Würselen ist bereits vergriffen, von der zweiten Ausgabe gibt es nur noch Restexemplare. Das neue Heft erzählt die Geschichte von Brauereien und Brennereien, die es in den vormaligen Gemeinden Bardenberg, Broich, Weiden und Würselen gab...


Dazu gibt es viele Bilder, Zeitungsausschnitte, Archivauszüge und auch eine kurze Erläuterung über den Vorgang des Brennens. Ein zweiter Artikel erläutert den Ortsnamen von der ersten Erwähnung als „Wormsalt“ bis zur heutigen Form “Würselen“. Neu aufgenommen ist eine Rubrik „Wussten Sie schon…“, in der es diesmal überraschende Informationen gibt zum früheren Kinobesuch, zur ersten elektrischen Beleuchtung der Solvaywerke und zu Fahrgastzahlen am Bahnhof Aachen Nord, dem Bahnhof, der die Züge aus Würselen empfing.

Das Heft ist 24 Seiten stark und wird an diesem Abend an die Besucher kostenlos verteilt. Bei der großen Nachfrage und der begrenzten Auflage also eine gute Gelegenheit, sich ein Exemplar zu sichern.

Herausgeber sind die Kulturstiftung Würselen und das Kulturarchiv der Stadt, die Redaktion hatte der neugegründete Arbeitskreis „Geschichtswerkstatt“, dem zunächst (in alphabetischer Reihenfolge) Günter Breuer, Achim Großmann, Dr. Franz Kerff, Heinz Josef Küppers, Norbert Lynen und Gerhard Welper angehören. In jedem Jahr sollen ein bis zwei neue Hefte entstehen. So wird die Geschichte der Stadt lebendig bleiben und sicher viele Menschen für die Historie ihrer Heimat begeistern.

Wir präsentieren das neue Heft am 18. November 2016 um 18 Uhr im Kulturzentrum Altes Rathaus, Kaiserstr. 36, 52146 Würselen. An dem Abend werden auch weitere Themen der Heimatgeschichte zur Sprache kommen. Sie sind herzlich eingeladen.


Das Heft können Sie ab dem 21.11.2016 hier erhalten:

  • Sparkassen in Bardenberg, Broichweiden und Würselen
  • VR Banken in Bardenberg, Broichweiden und Würselen (Morlaixplatz)
  • Provinzial-Versicherung Harren-Poque, Kaiserstr. 40
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Kaiserstr. 25 - 27
  • Pfennings Papier, Ideen und mehr, Dorfstr. 2 a, Bardenberg
  • Buchhandlung Schillings, Kaiserstr. 78
  • Stadtbücherei Würselen, Kaiserstr. 36
  • Kulturarchiv Würselen, Kaiserstr. 36
  • Rathaus Infothek Morlaixplatz
  • Kunstakademie Würselen, Klosterstr. 7
  • Rechtsanwalt Maubach, Kaiserstr. 80